Ansicht Myanmar

MYrisk

ProjectStatus
  • 2025-2028 Implementierung
Gruppen
  • Yangon, Myanmar

Management multipler Risiken bei Extremereignissen in schnell wachsenden (Mega)Städten Myanmars

Das transdisziplinäre, internationale Forschungsprojekt „MYrisk“ konzentriert sich auf Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung zu urbane Katastrophenbewusstsein und -vorsorge sowie auf die Reduktion der Folgen multipler Risiken im urbanen Myanmar. Das südostasiatische Land zählt zu den am stärksten von Natur- und anthropogenen Risiken bedrohten Staaten der Welt; zu diesen gehören Erdbeben, tropische Zyklone, Überschwemmungen, aber auch Hitzewellen und Erdrutsche. Ziel des Projekts ist es, die Resilienz und Risikovorsorge von öffentlichen Institutionen, der Privatwirtschaft (vor allem: KKMU) und Haushalten zu verbessern und die sozio-ökonomischen Folgen multipler Risiken zu reduzieren. Entwickelt wird ein soziokulturell angepasstes Konzept für ein integriertes Management von multiplen Risiken (IMDRM). In der aktuellen Implementierungsphase werden die für die Megastadt Yangon gewonnenen Erkenntnisse aus den vorausgegangenen Definitions- und Forschungs-/Entwicklungsphasen umgesetzt und in weitere Städte Myanmars transferiert. Skalierbare Strategien zur Verbesserung der Katastrophenprävention sowie konkrete Maßnahmen in Verwaltung, Bildungssektor, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft werden auch auf andere Städte Südost- und Südasiens übertragbar sein.

MYrisk Website

Adressierte Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen

Gesundheit und Wohlergehen
Hochwertige Bildung
Nachhaltige Städte und Gemeinden
Nachhaltiger Konsum und Produktion
Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Implementierung

Die aktuelle Umsetzungsphase konzentriert sich auf die Operationalisierung des IMDRM-Konzepts in Yangon und weiteren Städten Myanmars in vier zentralen Dimensionen: (a) Alle relevanten Akteure werden vertraut gemacht mit Konzept und Vorgehen bei der Etablierung des IMDRM-Konzepts, damit sie im Katastrophenfall eine kooperative Steuerung umsetzen können. (b) Im „klassischen“ Katastrophenrisikozyklus liegt der Schwerpunkt auf Risikobewusstsein und -vorsorge; für diese wir in der Implementierungsphase bei allen Akteuren sensibilisiert, befähigt und begleitend geforscht. Dies schließt Schulungen, Entwicklung von Lehr-/Lernmaterialien sowie die konkrete Umsetzung von Schutz- und Evakuierungskonzepten ein. (c) Die drei räumlichen Ebenen – lokal/städtisch, regional und national – werden miteinander verknüpft, um idealerweise landesweit eine raum-soziale und raum-institutionelle, kohärente IDMDR-Strategie zu implementieren. (d) Verschiedene Dimensionen und Strategien zur Vorsorge des Katastrophenrisikos werden zu einem komplexen Zusammenspiel kombiniert, um die urbane Resilienz gegenüber multiplen Risiken zu stärken.

Forschung in Aktion

MYrisk Fachtagung für Katastrophenvorsorge 2019

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Fachtagung für Katastrophenvorsorge 2019

Forschungs und Entwicklungs Phase

Das transdisziplinäre Forschungsprojekt MYrisk konzentriert sich auf die Verbesserung der Risikoprävention und die Minderung der Auswirkungen vielfältiger natürlicher und anthropogener Gefahren in den sich rasch urbanisierenden Regionen Myanmars. In der Forschungs- und Entwicklungsphase wurde im Rahmen des Projekts ein ganzheitlicher, soziokulturell angepasster Rahmen für ein integratives Mehrfachkatastrophenrisikomanagement (IMDRM) geschaffen. Dieser innovative Ansatz wurde zunächst in der Megastadt Yangon erprobt und anschließend auf Nay Pyi Taw, Mandalay und Taunggyi sowie prospektiv weitere Städte im Ayeyarwady-Delta ausgeweitet. Durch die Kombination von internationalem Fachwissen mit lokalen Erkenntnissen aus Regierung, Verwaltung, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft geht MYrisk kritische Herausforderungen an, die durch Erdbeben, Überschwemmungen, tropische Wirbelstürme und Gesundheitskrisen entstehen.
Die gewählte Methodik nutzte einen Mixed-Methods-Ansatz, der quantitative Statistiken und standardisierte Erhebungen mit qualitativen Experteninterviews und Fokusgruppen in Haushalten verband. Diese Ergebnisse wurden mit hochauflösenden Fernerkundungsdaten in einem geographischen Informationssystem (GIS) zusammengeführt, um detaillierte Risikovisualisierungen zu erstellen. Zu den wichtigsten in dieser Phase entwickelten Innovationen zählen Konzepte für institutionelle Zusammenarbeit und Kommunikation, Aufklärungsprogramme zum Schutz persönlicher Dokumente sowie Vorsorgestrategien für systemrelevante kleine und mittlere Unternehmen (KKMU) zur Sicherung kritischer Infrastruktur. Durch die Einrichtung von Austauschplattformen für „Build Back Better“-Strategien bietet MYrisk ein skalierbares Modell für ein nachhaltiges, gesellschaftsbasiertes Risikomanagement in Südost- und Südasien.

Asiatische Partnerinstitutionen

Partner Myanmar - MYrisk
  • Yangon City Development Committee
  • Yangon Region Government
  • Department for Urban and Housing Development, Ministry of Construction
  • University of Yangon
  • Myanmar Environment Institute
  • Nay Pyi Taw City Development Committee
  • Shan State Government
  • Mon State Government
  • Mandalay City Development Committee
  • University of Mandalay
  • Mawlamyine University
  • Taunggyi University
  • ICLEI Southeast Asia

Prof. Dr. Frauke Kraas

Prof. Dr. Frauke Kraas

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©Manfred Wodak

Prof. Dr. Frauke Kraas

Ziel des transdisziplinären Forschungsprojekts ist es, am Beispiel der Megastadt Yangon ein umfassendes Konzept eines integrierten multiplen Risikomanagements zu erstellen, das Entscheidungsträger von Regierung, Wissenschaft, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenbindet, institutionelle, privatwirtschaftliche und persönliche Risikovorsorge verbessert und so die Folgen multipler Risiken verringert.

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Projektkoordination

Prof. Dr. Frauke Kraas

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©Manfred Wodak

Prof. Dr. Frauke Kraas
Universität zu Köln, Institut für Geographie